Stifterdinner mit dem kleinen Prinzen
Wie jedes Jahr im Oktober laden die Bürgerstiftung Landshut und das katholische Jugendsozialwerk auch heuer wieder zum Stifterdinner unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Hans Rampf. Es ist eine schöne Tradition, die sich seit Gründung der Bürgerstiftung nun zum sechsten Mal jährt.
Stifter, Freunde und Sympathisanten sind eingeladen, einen Abend bei Gaumenfreuden und guter Unterhaltung zu verbringen. Dafür wird der Speisesaal des Landshuter Jugendwohnheims wieder stilvoll und opulent geschmückt, und die Auszubildenden des integrativen Modells zeigen ihr Können im Service und in der Küche. Küchenchef Alois Vogl hat erneut ein passendes vier-Gänge-Menue kreiert.
Dass das Stifterdinner auch nach Fertigstellung des Bürgerhauses im Jugendwohnheim stattfindet, zeigt die enge Verbundenheit der beiden Häuser auch unter der neuen Leitung des katholischen Jugendsozialwerks, Ludwig Weber. Ganz neu in diesem Jahr ist indes die Mitwirkung von Bürgerhaus-Leiterin Julia Witzke, die gemeinsam mit Eva Lehrhuber für das Rahmenprogramm verantwortlich zeichnet. Mit den engagierten Kindern und Jugendlichen der Theatergruppe des Bürgerhauses werden sie Szenen aus dem „kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry zur Aufführung bringen. Mit Unterstützung von Mamas und Ehrenamtlichen wurden auch die Kostüme und Requisiten selbst hergestellt. Passend dazu wurde als Thema der diesjährigen Veranstaltung die Sentenz aus dem kleinen Prinzen vorangestellt: „Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.“
Termin ist der 31. Oktober, die Veranstaltung beginnt mit einem Sektempfang um 18 Uhr. Die Anmeldung erfolgt mit der Überweisung des Reservierungsbetrages von 60 Euro pro Person auf das Konto 6319 der Bürgerstiftung Landshut bei der Sparkasse Landshut (BLZ 74350000) unter dem Stichwort „Dinner“ und der Angabe der Anzahl der teilnehmenden Personen. Davon gehen 33 Euro je Teilnehmer als Spende an die Bürgerstiftung.
Landshuter Ehrenamt zu Gast bei Bundespräsident Joachim Gauck
"Wir haben Sie eingeladen als Anerkennung für das, was Sie tun. Wir feiern heute Handelnde und ihre Haltung", sagte Bundespräsident Joachim Gauck am vergangenen Freitag in seiner Rede zur Eröffnung des Bürgerfestes im Schloss Bellevue, zu dem er Ehrenamtliche aus ganz Deutschland empfing. Für das Engagement, das zur Einrichtung des Bürgerhauses Landshut geführt hat, war auch Anke Humpeneder-Graf, Vorsitzende der Bürgerstiftung Landshut, unter den geladenen Gästen. Der wichtigste Grund, gemeinsam zu feiern, heiße „Dankeschön“, so Gauck, der sich glaubhaft und mehrfach für das Engagement bedankte. Im persönlichen Gespräch erkundigte er sich bei Humpeneder-Graf nach der Arbeit der Bürgerstiftungen: „Es gibt in ganz Deutschland viele kleine Bürgerstiftungen, wer hilft denen auf die Füße und berät sie?“ “Das machen wir mit unseren Projekten“, antwortete ihm die Vorsitzende aus Landshut. „Unterstützt vom Bundesverband Deutscher Stiftungen und der Aktiven Bürgerschaft e.V., die Projekte wie das Bürgerhaus auszeichnet und damit auch an andere kommuniziert.“ Anfragen zu Vorträgen und Erfahrungsberichten kämen von Institutionen und Universitäten in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. „Denn wir glauben“, so Humpeneder-Graf, „dass die Idee grundsätzlich übertragbar ist.“
Das Fest, das bei sonnigem Wetter im Schlosspark des Amtssitzes des Bundespräsidenten stattfand, sollte laut Gauck auch der „Vernetzung von Personen und Expertise“ dienen, dazu gehörten Vorträge und ein Ehrenamts-Speeddating ebenso wie Konzerte, ein Barockfeuerwerk über den Dächern des Schlosses und Tanz zur Musik von Miro Nemec & Band, von Götz Alsmann & Band und von der Big Band der Bundeswehr.
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Anke Humpeneder-Graf im Gespräch mit Joachim Gauck beim Bürgerfest im Schloss Bellevue, zu dem der Bundespräsident Ehrenamtliche aus ganz Deutschland eingeladen hatte.
Da Ulf-Arne von Trotha, langjähriger Leiter des Jugendwohnheims Landshut, mit seinem Wechsel in den Ruhestand zugleich einen – wenn auch auf eineinhalb Jahre befristeten – Wohnsitzwechsel nach Kanada plant, stand auch in der Bürgerstiftung die Frage seiner Nachfolge an. Von Trotha hatte nicht nur seit der Gründung der Bürgerstiftung das Amt des 2. Vorsitzenden im Vorstand inne, er gehört auch – zusammen mit seinen Vorstandskollegen Anke Humpeneder-Graf und Prof. Dr. Thomas Küffner, sowie der Stiftungsratsvorsitzenden Susanne Fischer zur knapp zehnköpfigen Initiativgruppe, die die Idee der Bürgerstiftung in Landshut überhaupt erst entwickelt hatte.
Mit der Sozialpädagogin Friederike Appold wurde vom Stiftungsrat einstimmig die Wunschnachfolgerin von Trothas neu in den Vorstand gewählt. Appold, die als Ausbildungsleiterin im Jugendwohnheim schon seit vielen Jahre mit von Trotha zusammenarbeitete, hatte in dem mittlerweile traditionellen Stifterdinner, das sie mit den Auszubildenden ihrer Einrichtung federführend organisierte, bereits regelmäßig mit der Bürgerstiftung zu tun.
Besonders freuen sich ihre Vorstandskollegen Humpeneder-Graf und Küffner darüber, dass Appold, ebenso wie von Trotha, das soziale Fachwissen im Führungsteam abdeckt. „Gerade weil wir aus der Bandbreite der Möglichkeiten, die wir als Bürgerstiftung haben, unseren Schwerpunkt erst einmal auf das soziale Themenspektrum gelegt haben, sind ihr Fachwissen und ihre fachliche Erfahrung enorm wichtig. Gerade als Ansprechpartnerin für die operative Arbeit im Bürgerhaus“, so Humpeneder-Graf. Willkommen geheißen wurde sie auch von Susanne Fischer, stellvertretend für den gesamten, 15-köpfigen Stiftungsrat.
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Wechsel im Vorstandsteam: Ulf-Arne von Trotha geht, Friederike Appold kommt. Die Vorstandskollegen und der Stiftungsrat freuen sich (v.l.n.r.): Stiftungsratsvorsitzende Susanne Fischer, Ulf von Trotha und der neue Vorstand mit Friederike Appold, Anke Humpeneder-Graf, Prof. Dr. Thomas Küffner.
Es war schon etwas sehr Besonderes für die Protagonisten der Bürgerstiftung Landshut, als sie im November von der besonderen Auszeichnung mit dem „Förderpreis Aktive Bürgerschaft“ erfuhren. Höhepunkt war nun die Preisverleihung selbst, die vorige Woche im Forum der DZ-Bank in Berlin, gleich neben dem Brandenburger Tor, über die Bühne ging.
Vor 500 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft lobten Stiftungsfachleute aus ganz Deutschland die Erfolge der Bürgerstiftungen in den vergangenen 15 Jahren. Der Laudator der Bürgerstiftung Landshut, S.E. Philip D. Murphy, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, hob hervor, was die Landshuter mit dem Bürgerhaus Landshut auf die Beine gestellt haben. Er erinnerte an die Anfänge der Community Foundations in Cleveland. In den USA, wo es Bürgerstiftungen seit hundert Jahren gebe, machen sie die größten und bedeutendsten Stiftungen überhaupt aus. Das Bürgerhaus Landshut bezeichnete er in seiner Laudatio als absolut vorbildhaft: „Präsident Obama, der früher selbst als Community Organizer gearbeitet hat, würde sicher zustimmen, dass viele Organisationen von ihrem Vorbild lernen könnten. Präsident Obama weist auch oft darauf hin, dass der Staat die Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen, nicht allein bewältigen kann. Es erfordert die aktive Beteiligung engagierter, tatkräftiger und verantwortungsbewusster Bürger – wie die Mitglieder der Bürgerstiftung Landshut.“
Die Landshuter Delegation war mit 20 Mitstreitern angereist, um den mit 10.000 Euro dotierten Preis entgegenzunehmen. Das Geld soll für den Weiterbau der Außenanlagen am Bürgerhaus verwendet werden, der jetzt nach der Schneeschmelze zügig vorangetrieben werden soll. Stiftungsvorsitzende Anke Humpeneder-Graf beantwortete mit ihrem Stellvertreter Ulf von Trotha auf der von Moderatorin Angela Elis geleiteten und von Musik von Brass Appeal umrahmten Bühnenveranstaltung Fragen zum Bürgerhaus Landshut. Schatzmeister Prof. Dr. Thomas Küffner knüpfte am Rand der Veranstaltung Kontakte zu der aus München angereisten Schauspielerin Michaela May, die ebenfalls herzlich gratulierte und sich noch gut an ihre Dreharbeiten in Landshut erinnern konnte. Auch sie setzt sich ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche ein.
Die Festveranstaltung wurde von einem persönlichen Zusatzprogramm begleitet, zu dem unter anderem eine Führung durch das exklusive Frank O. Gehry-Veranstaltungsgebäude am Pariser Platz als auch eine Nachfeier im neu eröffneten Waldorf Astoria gehörten und die Berlinfahrt für die Landshuter Delegation zu einem unvergesslichen Erlebnis machte.
Auf den Bildern (Fotos: Kai Bienert, Aktive Bürgerschaft e.V.)
Preisverleihung Berlin (v.l.n.r.): Werner Böhnke, Kuratoriumsvorsitzender der Aktiven Bürgerschaft, Vorstandsvorsitzender der WGZ Bank, Bürgerhaus-Bauleiter Fabian Gärtner, S.E. Philip D. Murphy, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, Vorjahres-Preisträger Dietmar Fütterer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Heilbronn, Stiftungsrat Claus Sixt, Bürgerhaus-Architekt Magnus Wager, Vorstandsvorsitzende Anke Humpeneder-Graf, Stiftungsrat Christian Loibl, Schatzmeister Prof. Dr. Thomas Küffner und 2. Vorsitzender Ulf-Arne von Trotha.
Laudator Berlin: Seine Exzellenz Philip D. Murphy, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, bezeichnete das Bürgerhaus Landshut im Sinne Präsident Obamas als Vorbild, von dem viele Organisationen lernen können.
Brandenburger Tor: Die Landshuter Delegation auf dem Pariser Platz
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